Businessplan schreiben: Warum du ihn brauchst und wie du ihn aufbaust
Du willst dich selbstständig machen, aber fragst dich, ob du wirklich einen Businessplan brauchst? Oder du hast schon davon gehört, weißt aber nicht so richtig, was da alles rein soll und wie du überhaupt anfängst? In diesem Beitrag zeige ich dir, warum ein Businessplan dir extrem hilft. Auch wenn du kein Fan von Papierkram bist und wie du ihn Schritt für Schritt aufbauen kannst.
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Was ist ein Businessplan: einfach erklärt
Ein Businessplan ist nichts anderes als ein schriftlicher Fahrplan für dein Geschäft. Du hältst darin fest:
was du anbietest
wer deine Zielgruppe ist
wie du Kunden gewinnst
welche Kosten auf dich zukommen
und ob sich das Ganze am Ende finanziell lohnt
Es ist kein starres Dokument, sondern eine Orientierung. Er hilft dir:
deine Idee strukturiert zu durchdenken
realistisch zu planen
und keine entscheidenden Punkte zu übersehen
Kurz: Du springst nicht blind in die Selbstständigkeit, sondern weißt, was du tust und warum.
Warum ein Businessplan dir Stress erspart
Ohne Plan starten heißt oft: Du fängst „einfach mal an“ und merkst nach ein paar Monaten:
Mist, daran hab ich gar nicht gedacht
Ich hab mich komplett verkalkuliert
Ich verstehe nicht, warum kein Geld übrig bleibt
Ein Businessplan zwingt dich, deine Idee einmal bewusst durchzudenken. Nicht nur aus dem Bauch, sondern mit Struktur, Zahlen und klaren Annahmen.
Er hilft dir:
Schwachstellen zu entdecken, bevor sie teuer werden
deine Finanzen realistisch einzuschätzen
deine Zielgruppe wirklich zu verstehen
Und er gibt dir das Gefühl: Ich weiß, was ich tue und wohin das führen wird.
Wofür du deinen Businessplan nach außen brauchst
Ein Businessplan ist nicht nur für die Schublade. Du brauchst ihn meistens auch, wenn du:
einen Gründungszuschuss beantragen willst
einen Kredit bei der Bank aufnehmen möchtest
Investoren überzeugen willst
Niemand gibt dir Geld, nur weil du sagst: Ich habe eine gute Idee. Du musst zeigen können:
wie aus dieser Idee ein funktionierendes Geschäft werden soll
wo Einnahmen herkommen
wie du Kunden gewinnst
und wie du mit Risiken umgehst
Der Businessplan ist dafür dein Beweis.
Für wen lohnt sich ein Businessplan?
Kurz: Für alle, die sich selbstständig machen wollen. Egal ob du:
hauptberuflich gründest
nebenbei startest
wenig Startkapital hast
oder ein größeres Vorhaben planst
Ein Businessplan ist nicht nur dann sinnvoll, wenn du viel Geld brauchst. Er ist vor allem hilfreich, wenn du:
noch nicht ganz klar siehst, wie deine Idee funktionieren soll
deine Gedanken sortieren willst
deine Zielgruppe besser verstehen möchtest
herausfinden willst, ob sich dein Vorhaben finanziell überhaupt lohnt
Selbst wenn du schon gegründet hast, kann ein Businessplan sinnvoll sein. Zum Beispiel, wenn du:
dein Geschäft neu ausrichten
professioneller auftreten
oder gezielt wachsen möchtest
Ganz ehrlich: Wenn du selbst nicht verstehst, wie dein Business funktionieren soll, wird es auch kein Kunde und kein Geldgeber tun.
Aufbau: Was gehört in einen Businessplan?
Ein Businessplan ist im Grunde der rote Faden für dein Unternehmen. Typischerweise besteht er aus mehreren Bausteinen:
Kurzfassung (Executive Summary)
Was machst du?
Wer ist deine Zielgruppe?
Wie verdienst du Geld?
Was ist das Besondere?
Geschäftsidee & Angebot
Was bietest du konkret an?
Welches Problem löst du für deine Kunden?
Was ist deine Vision und wo willst du langfristig hin?
Markt & Zielgruppe
Wer sind deine Kunden genau?
Wie groß ist der Markt?
Welche Trends kannst du nutzen?
Wettbewerb & Positionierung
Welche Anbieter gibt es schon?
Was machst du besser, schneller, persönlicher oder einfacher?
Warum sollten Kunden bei dir kaufen?
Geschäftsmodell
Wie verdienst du Geld?
Welche Produkte oder Dienstleistungen gibt es?
Zu welchen Preisen?
Über welche Kanäle (online, lokal, Plattformen, etc.)?
Marketing & Vertrieb
Wie wirst du sichtbar?
Wie gewinnst du Kunden?
Welche Maßnahmen planst du (Website, Social Media, Empfehlungen, Anzeigen etc.)?
Organisation & Struktur
Welche Rechtsform wählst du?
Wer gehört zum Team?
Wer übernimmt welche Aufgaben?
Finanzplanung
Wie viel Kapital brauchst du zum Start?
Woher kommt das Geld (Eigenkapital, Kredit, Förderung…)?
Welche laufenden Kosten hast du?
Welche Umsätze planst du?
Wann wirst du voraussichtlich profitabel?
Typische Elemente:
Kapitalbedarfsplanung
Umsatzplanung
Kostenplanung
Liquiditätsplanung
Preiskalkulation
Rentabilitätsvorschau
Risiken & Chancen
Was kann schiefgehen?
Wie gehst du mit Engpässen oder Krisen um?
Welche Chancen willst du aktiv nutzen?
Konkrete nächsten Schritte
Welche Meilensteine stehen als Nächstes an?
Was machst du in den nächsten 30, 60, 90 Tagen?
Hilfe beim Aufbau: Du musst das nicht allein aus dem Boden stampfen
Gerade der Finanzteil schreckt viele ab, das ist absolut verständlich.
Wenn du dir damit schwer tust, hilft eine klare Vorlage mit Beispielen enorm.
Im meinem Videokurs zeige ich dir:
genau diesen Aufbau Schritt für Schritt
mit Beispielzahlen und -rechnungen
konkreten Textbausteinen
und einer Struktur, die du auf dein eigenes Business übertragen kannst
So musst du das Rad nicht neu erfinden, sondern kannst dich auf deine Inhalte konzentrieren.
Wie fängst du konkret an?
Hier ein einfacher Fahrplan, wie du deinen Businessplan schreibst:
Überblick verschaffen
Schau dir an, welche Bereiche du abdecken möchtest (siehe Liste oben).In Etappen schreiben
Versuch nicht, alles an einem Tag perfekt zu machen. Mach es so:Tag 1: Geschäftsidee
Tag 2: Zielgruppe
Tag 3: Markt & Wettbewerb
Tag 4: Geschäftsmodell & Angebot
Tag 5: Finanzen grob durchdenken
Ehrlich und konkret schreiben
Keine Floskeln wie „Ich will alle Menschen erreichen“.
Sondern: Wer genau? Was genau? Zu welchem Preis?Zahlen nicht vergessen
Überlege:Was brauchst du zum Start?
Welche laufenden Kosten hast du?
Was kannst du realistisch verdienen?
Ab wann lohnt sich das Ganze?
Fertig ist besser als perfekt
Dein Businessplan darf sich verändern. Du kannst ihn anpassen, erweitern, korrigieren. Wichtig ist: Du fängst an.
Fazit: Kein Prüfungsstress, sondern Klarheit für dich
Einen Businessplan zu schreiben ist kein Test, den du bestehen musst. Es ist ein Prozess, der dir hilft:
Klarheit zu gewinnen
bessere Entscheidungen zu treffen
und sicherer in die Selbstständigkeit zu starten
Wenn du Schritt für Schritt drangehst, wirst du merken: Es ist weniger kompliziert, als es klingt und du hast am Ende ein Dokument, das dir wirklich Sicherheit gibt.
Die Selbstständigkeit wirkt am Anfang kompliziert, bis du einmal verstehst, wie klar die Schritte eigentlich sind. Auf meinem Youtube Kanal findest du viele weitere Videos, die dir genau dabei helfen.
Wenn du dir einen ganzheitlichen, klar strukturierten und einfachen Leitfaden von der Ideenfindung bis zum fertigen Businessplan wünschst: Mein Kurs ist genau dafür gemacht. Mehr Infos dazu findest du hier.