Businessplan schreiben: Warum du ihn brauchst und wie du ihn aufbaust

Du willst dich selbstständig machen, aber fragst dich, ob du wirklich einen Businessplan brauchst? Oder du hast schon davon gehört, weißt aber nicht so richtig, was da alles rein soll und wie du überhaupt anfängst? In diesem Beitrag zeige ich dir, warum ein Businessplan dir extrem hilft. Auch wenn du kein Fan von Papierkram bist und wie du ihn Schritt für Schritt aufbauen kannst.

Keine Lust zu lesen? Jetzt YouTube-Video zum Thema anschauen.

Was ist ein Businessplan: einfach erklärt

Ein Businessplan ist nichts anderes als ein schriftlicher Fahrplan für dein Geschäft. Du hältst darin fest:

  • was du anbietest

  • wer deine Zielgruppe ist

  • wie du Kunden gewinnst

  • welche Kosten auf dich zukommen

  • und ob sich das Ganze am Ende finanziell lohnt

Es ist kein starres Dokument, sondern eine Orientierung. Er hilft dir:

  • deine Idee strukturiert zu durchdenken

  • realistisch zu planen

  • und keine entscheidenden Punkte zu übersehen

Kurz: Du springst nicht blind in die Selbstständigkeit, sondern weißt, was du tust und warum.

Warum ein Businessplan dir Stress erspart

Ohne Plan starten heißt oft: Du fängst „einfach mal an“ und merkst nach ein paar Monaten:

  • Mist, daran hab ich gar nicht gedacht

  • Ich hab mich komplett verkalkuliert

  • Ich verstehe nicht, warum kein Geld übrig bleibt

Ein Businessplan zwingt dich, deine Idee einmal bewusst durchzudenken. Nicht nur aus dem Bauch, sondern mit Struktur, Zahlen und klaren Annahmen.

Er hilft dir:

  • Schwachstellen zu entdecken, bevor sie teuer werden

  • deine Finanzen realistisch einzuschätzen

  • deine Zielgruppe wirklich zu verstehen

Und er gibt dir das Gefühl: Ich weiß, was ich tue und wohin das führen wird.

Wofür du deinen Businessplan nach außen brauchst

Ein Businessplan ist nicht nur für die Schublade. Du brauchst ihn meistens auch, wenn du:

  • einen Gründungszuschuss beantragen willst

  • einen Kredit bei der Bank aufnehmen möchtest

  • Investoren überzeugen willst

Niemand gibt dir Geld, nur weil du sagst: Ich habe eine gute Idee. Du musst zeigen können:

  • wie aus dieser Idee ein funktionierendes Geschäft werden soll

  • wo Einnahmen herkommen

  • wie du Kunden gewinnst

  • und wie du mit Risiken umgehst

Der Businessplan ist dafür dein Beweis.

Für wen lohnt sich ein Businessplan?

Kurz: Für alle, die sich selbstständig machen wollen. Egal ob du:

  • hauptberuflich gründest

  • nebenbei startest

  • wenig Startkapital hast

  • oder ein größeres Vorhaben planst

Ein Businessplan ist nicht nur dann sinnvoll, wenn du viel Geld brauchst. Er ist vor allem hilfreich, wenn du:

  • noch nicht ganz klar siehst, wie deine Idee funktionieren soll

  • deine Gedanken sortieren willst

  • deine Zielgruppe besser verstehen möchtest

  • herausfinden willst, ob sich dein Vorhaben finanziell überhaupt lohnt

Selbst wenn du schon gegründet hast, kann ein Businessplan sinnvoll sein. Zum Beispiel, wenn du:

  • dein Geschäft neu ausrichten

  • professioneller auftreten

  • oder gezielt wachsen möchtest

Ganz ehrlich: Wenn du selbst nicht verstehst, wie dein Business funktionieren soll, wird es auch kein Kunde und kein Geldgeber tun.

Aufbau: Was gehört in einen Businessplan?

Ein Businessplan ist im Grunde der rote Faden für dein Unternehmen. Typischerweise besteht er aus mehreren Bausteinen:

Kurzfassung (Executive Summary)

  • Was machst du?

  • Wer ist deine Zielgruppe?

  • Wie verdienst du Geld?

  • Was ist das Besondere?

Geschäftsidee & Angebot

  • Was bietest du konkret an?

  • Welches Problem löst du für deine Kunden?

  • Was ist deine Vision und wo willst du langfristig hin?

Markt & Zielgruppe

  • Wer sind deine Kunden genau?

  • Wie groß ist der Markt?

  • Welche Trends kannst du nutzen?

Wettbewerb & Positionierung

  • Welche Anbieter gibt es schon?

  • Was machst du besser, schneller, persönlicher oder einfacher?

  • Warum sollten Kunden bei dir kaufen?

Geschäftsmodell

  • Wie verdienst du Geld?

  • Welche Produkte oder Dienstleistungen gibt es?

  • Zu welchen Preisen?

  • Über welche Kanäle (online, lokal, Plattformen, etc.)?

Marketing & Vertrieb

  • Wie wirst du sichtbar?

  • Wie gewinnst du Kunden?

  • Welche Maßnahmen planst du (Website, Social Media, Empfehlungen, Anzeigen etc.)?

Organisation & Struktur

  • Welche Rechtsform wählst du?

  • Wer gehört zum Team?

  • Wer übernimmt welche Aufgaben?

Finanzplanung

  • Wie viel Kapital brauchst du zum Start?

  • Woher kommt das Geld (Eigenkapital, Kredit, Förderung…)?

  • Welche laufenden Kosten hast du?

  • Welche Umsätze planst du?

  • Wann wirst du voraussichtlich profitabel?

Typische Elemente:

  • Kapitalbedarfsplanung

  • Umsatzplanung

  • Kostenplanung

  • Liquiditätsplanung

  • Preiskalkulation

  • Rentabilitätsvorschau

Risiken & Chancen

  • Was kann schiefgehen?

  • Wie gehst du mit Engpässen oder Krisen um?

  • Welche Chancen willst du aktiv nutzen?

Konkrete nächsten Schritte

  • Welche Meilensteine stehen als Nächstes an?

  • Was machst du in den nächsten 30, 60, 90 Tagen?

Hilfe beim Aufbau: Du musst das nicht allein aus dem Boden stampfen

Gerade der Finanzteil schreckt viele ab, das ist absolut verständlich.

Wenn du dir damit schwer tust, hilft eine klare Vorlage mit Beispielen enorm.

Im meinem Videokurs zeige ich dir:

  • genau diesen Aufbau Schritt für Schritt

  • mit Beispielzahlen und -rechnungen

  • konkreten Textbausteinen

  • und einer Struktur, die du auf dein eigenes Business übertragen kannst

So musst du das Rad nicht neu erfinden, sondern kannst dich auf deine Inhalte konzentrieren.

Wie fängst du konkret an?

Hier ein einfacher Fahrplan, wie du deinen Businessplan schreibst:

  1. Überblick verschaffen
    Schau dir an, welche Bereiche du abdecken möchtest (siehe Liste oben).

  2. In Etappen schreiben
    Versuch nicht, alles an einem Tag perfekt zu machen. Mach es so:

    • Tag 1: Geschäftsidee

    • Tag 2: Zielgruppe

    • Tag 3: Markt & Wettbewerb

    • Tag 4: Geschäftsmodell & Angebot

    • Tag 5: Finanzen grob durchdenken

  3. Ehrlich und konkret schreiben
    Keine Floskeln wie „Ich will alle Menschen erreichen“.
    Sondern: Wer genau? Was genau? Zu welchem Preis?

  4. Zahlen nicht vergessen
    Überlege:

    • Was brauchst du zum Start?

    • Welche laufenden Kosten hast du?

    • Was kannst du realistisch verdienen?

    • Ab wann lohnt sich das Ganze?

  5. Fertig ist besser als perfekt
    Dein Businessplan darf sich verändern. Du kannst ihn anpassen, erweitern, korrigieren. Wichtig ist: Du fängst an.

Fazit: Kein Prüfungsstress, sondern Klarheit für dich

Einen Businessplan zu schreiben ist kein Test, den du bestehen musst. Es ist ein Prozess, der dir hilft:

  • Klarheit zu gewinnen

  • bessere Entscheidungen zu treffen

  • und sicherer in die Selbstständigkeit zu starten

Wenn du Schritt für Schritt drangehst, wirst du merken: Es ist weniger kompliziert, als es klingt und du hast am Ende ein Dokument, das dir wirklich Sicherheit gibt.

Die Selbstständigkeit wirkt am Anfang kompliziert, bis du einmal verstehst, wie klar die Schritte eigentlich sind. Auf meinem Youtube Kanal findest du viele weitere Videos, die dir genau dabei helfen.

Wenn du dir einen ganzheitlichen, klar strukturierten und einfachen Leitfaden von der Ideenfindung bis zum fertigen Businessplan wünschst: Mein Kurs ist genau dafür gemacht. Mehr Infos dazu findest du hier.

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